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LEDs – Licht ist mehr als Helligkeit
Wer heute eine LED-Lampe kauft, wundert sich nicht selten: Auf hochwertigen Produkten prangt ein rotes „F“ im Energielabel. Das wirkt wie ein Qualitätsurteil, ist aber nur eine Einstufung der Energieeffizienz nach rein technischen Kriterien.
Das EU Energielabel für Lampen bewertet nämlich ausschließlich die Lichtausbeute, also die Helligkeit in “Lumen pro Watt”. Biologische oder chronobiologische Effekte von Licht spielen bei dieser Einstufung keinerlei Rolle.
Moderne LEDs erreichen die besonders hohen Effizienzwerte vor allem durch einen hohen Blauanteil im Lichtspektrum. Für unser Auge wirkt dieses Licht sehr hell, klar und aufmerksamkeitsfördernd und erfüllt am Morgen eine wichtige Funktion: Es hemmt gezielt die Melatoninfreisetzung und unterstützt Wachheit, Konzentration und die Synchronisierung der inneren 24 Stunden Uhr.
Am Abend wird genau dieser Effekt jedoch problematisch: Blaues Licht aktiviert den Sympathikus, hemmt die zu später Stunde physiologisch gewünschte Melatoninfreisetzung und kann den Schlaf Wach Rhythmus verschieben – ein Mechanismus, den viele Menschen als „digitalen Jetlag“ erleben. Zusätzlich zur Raumbeleuchtung kommt in der heutigen Zeit die abendliche Exposition durch Displays hinzu: Fernseher, Monitore, Laptops, Smartphones und Tablets arbeiten fast ausnahmslos mit blauem LED Backlight – oft mit einem ausgeprägten Spektralpeak um 450 nm. Deren Nutzung erfolgt überwiegend abends, also genau dann, wenn unser Nervensystem und der Stoffwechsel eigentlich auf Dunkelheit, Ruhe und Zellregeneration eingestellt sind.
Die Folge ist oft eine Blaulicht Dauerexposition von über 16 Stunden täglich. Diese beeinflusst nicht nur den Schlaf, sondern auch die Cortisol Tagesrhythmik und die Erregungs Balance des vegetativen Nervensystems. Gleichzeitig entsteht in den energieintensiven Sehzellen der Netzhaut vermehrt oxidativer mitochondrialer Stress – ein Faktor, der langfristig zellschädigend wirken kann. Die bekannten “trockenen Augen” im Büro sind teilweise auf Blaulicht zurückzuführen.
So genannte “Vollspektrum LEDs” verfolgen einen anderen, physiologisch sinnvolleren Ansatz: eine optimierte Spektralbalance mit reduziertem Blauanteil und stärkeren Rot , Tiefrot und teils nahinfraroten Lichtkomponenten. Diese Wellenlängen sind biologisch relevant, steigern die messbare Helligkeit (Lumen pro Watt) jedoch kaum und führen deshalb oft zu einer Einstufung in die Effizienzklassen E oder F.
Wichtig zu verstehen: Ein „F“ im Energielabel bedeutet also nicht schlechte Qualität, sondern lediglich, dass die Lichtquelle nicht auf maximale Helligkeit pro Watt optimiert wurde. Das Label bewertet Energieeffizienz – nicht die Wirkung des Lichts auf den menschlichen Organismus. LED Technik bleibt aus energetischer Sicht die sinnvollste verfügbare Lichttechnologie: stromsparend, langlebig und ökologisch klar zu bevorzugen. Entscheidend ist dabei jedoch nicht das „ob LED“, sondern das „Welche?, Wann? und Wozu?“.
Die medizinisch kluge Empfehlung lautet daher: tagsüber helles, blendfreies Licht mit moderatem Blauanteil nutzen – und am Abend auf warmweißes oder vollspektrales Licht mit reduziertem Blau setzen. Zusätzlich gilt: Bildschirmlicht am Abend bewusst minimieren, wenn der Körper zur Ruhe kommen und Melatonin ungestört freigesetzt werden soll.
Denn gutes Licht misst man nicht nur in Lumen – sondern auch in Wachheit, Regeneration und gesundem Schlaf.
Quellen und Produkt-Tipps:
TRUE-LIGHT® https://www.true-light.eu
Soraa https://ushio.de/weitere-produkte/led-retrofit-lampen-soraa
Günstige Lösung: Osram Superstar+ https://shop.ledvance.com/search?q=superstar%2B
CRI/Ra: https://de.wikipedia.org/wiki/Farbwiedergabeindex
https://www.health.harvard.edu/staying-healthy/blue-light-has-a-dark-side
https://www.chip.de/news/Zu-viel-Bildschirmlicht-am-Abend-So-wirkt-es-laut-Forschung-auf-Ihren-Koerper_186186776.html
Über die Autorin:
"Die Biologin Ursula Bien, Jahrgang 1963, ging nach ihrer Zeit am Institut für Biotechnologie des Forschungszentrums Jülich in die Pharmaindustrie und war zuletzt 15 Jahre lang Geschäftsführerin eines kleinen forschenden Pharmaunternehmens. Ihr Arbeitsschwerpunkt lag dabei immer im Bereich der Hämatologie und Onkologie (Blutkrebs, Stammzelltransplantation, Tumore). Motiviert durch Fragen krebskranker Patienten, begann sie sich mit alternativen und komplementären Therapieverfahren zu beschäftigen. Sie absolvierte eine Zusatzausbildung als Heilpraktikerin und bildete sich über viele Jahre intensiv zu den Themen orthomolekulare Medizin und Ernährungsmedizin weiter. Nicht zuletzt durch den wissenschaftlichen Austausch mit Dr. med. Ulrich Strunz fand sie zum Thema Epigenetik und Bluttuning. Mittlerweile gibt sie die „Strunzsche Philosophie“ in eigener Praxis voller Überzeugung auch an ihre Patienten weiter.
Das sagt sie selbst zu ihrer Tätigkeit:
„So sinnvoll die Schulmedizin in vielen Bereichen auch ist, darf es bei chronischen Erkrankungen nicht das Ziel sein, Symptome zu unterdrücken. Es gilt, die Ursachen einer Erkrankung zu finden und abzustellen. Was durch Ernährungsumstellung, gezielte Zufuhr fehlender Mikronährstoffe und Bewegung erreicht werden kann, ist immer wieder verblüffend. Ich bin Dr. Strunz für das, was ich von ihm lernen durfte unendlich dankbar und freue mich für jeden Menschen, der am eigenen Leibe erfahren darf, dass manche Krankheiten nicht nur Schicksal sind.“
