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Zu Besuch beim Bundespräsidenten
„Herr Bundespräsident, was gibt’s bei Ihnen eigentlich zum Frühstück?“
… war eine der Fragen, die ich unserem Staatsoberhaupt unbedingt stellen wollte, als ich seiner Einladung ins Schloss Bellevue gefolgt bin. Ob ich vielleicht eine Überraschung in der Antwort erwartete?
„Ich trinke morgens einen Eiweißshake, gehe dann eine Runde joggen, esse 10 Eier und bevor es ins Fitnessstudio geht, gibt’s noch einen doppelten Espresso mit kolumbianischen Bohnen.“ – war nicht die Antwort darauf.
Am 04.02.2026 lud der Bundespräsident Frank Walter Steinmeier zahlreiche Sportler in seinen Amtssitz nach Berlin ein, um ihnen dort das Silberne Lorbeerblatt zu verleihen. Es ist die höchste staatliche Auszeichnung für sportliche Spitzenleistungen in Deutschland. Ich durfte diese Auszeichnung nun bereits zum zweiten Mal in meiner Karriere entgegennehmen.
Auch wenn ich meine Frage leider nicht so loswerden konnte, wie ich es erhofft hatte, ergab sich zumindest ein angenehmes Gespräch über die Fitness von Herr Dr. Steinmeier. Wir unterhielten uns bei einem schmackhaften Menü mit allein zehn Hauptgängen in Form kleiner Leckerbissen und einem Glas Weißwein über Fußball, Knieschmerzen und sogar über die Orthopäden des Hertha BSC. Auch der neue Crosstrainer im Schloss war Thema unseres kurzen Diskurses.
Doch immerhin! Einem Selfie gemeinsam mit meinen Staffelkollegen konnte Herr Dr. Steinmeier natürlich nicht widerstehen. Oder war es vielleicht eher andersherum?
Vor lauter Speis, Trank und Diskurs vergaß ich leider meine Frühstücksfrage zu stellen. Denn viel Zeit scheint im Schloss Bellevue nie zu sein. So genossen wir das rege Treiben unter Sportlern, die gemeinsam im verschneiten Schloss ihre Erfolge feierten. Dass hinter diesem Fest etwas noch viel Tiefgründigeres zu finden ist, fasste Bundespräsident Steinmeier in seiner Eröffnungsrede gekonnt zusammen.
Er sprach von Menschen, die aus ihrer Natur heraus „fröhliche und selbstbewusste Frauen und Männer“ sind.
Er betonte, dass die Einzelerfolge eines jeden Sportlers eine unbeschreibliche Strahlkraft haben, die weit über die der Selbstbestätigung hinausgeht.
Welche Rolle Unterstützer dabei einnehmen und welche Magie entsteht, wenn sich ein Team gemeinsam der Leistungsdichte der Weltspitze stellt, beschrieb er als „Erfolge, die [nur] mit der Kraft und dem Geist der Zusammengehörigkeit im Team erzielt werden [können]“.
Leistungsfreude, Gemeinschaftsenergie und Selbstwirksamkeit als Treiber für Höchstleistungen. Ich weiß, das hört man immer wieder. Es ist aber so.
Wer mit Freude einen Wettkampf bestreitet und sich eine gesunde Portion innere Zufriedenheit sowie eigenen Anspruch erarbeitet, der kann und wird – getragen von einem herzlichen Umfeld – gewinnen. Es bleibt eine Frage der Mentalität.
Quelle Bilder: Bundespräsidialamt
Über den Autor:
“Justus Mörstedt widmete sich bis zu seinem 14. Lebensjahr in seiner Freizeit dem Triathlon, bevor er sich endgültig auf sein Lieblingselement, das Wasser, fokussierte und Finswimmer wurde. Seit 2019 ist er Sportsoldat und studiert und trainiert im Leistungszentrum Leipzig.
Doch lassen wir ihn selbst zu Wort kommen: „Hier lebe ich meinen Traum: Leistungssport und Medizinstudium. Mich fasziniert es, das neu Erlernte im Sportleralltag in die Praxis umzusetzen und somit den oft trockenen Inhalten ein wenig Leben einzuhauchen.“
Diese Kombination macht sich bezahlt: im Juli 2024 wurde er zweifach Weltmeister. Über 200 m Streckentauchen hält er den Weltrekord. Falls Sie neugierig geworden sind, was Finswimming ist, sehen Sie sich in den News um, oder werfen eine beliebige Suchmaschine an!
Forever young wurde ihm mit seinem Einstieg in den Profisport sozusagen „in die Wiege gelegt“. Sein Trainer sagte immer: „Wer hier mitmachen will, muss mindestens ein Strunz-Buch gelesen haben.“ Zu Wettkämpfen verteilte er den Sportlern immer Vitamineral 32. Mit den Jahren in Leipzig hat sich in seinem 24 Jahre jungem Kopf so einiges zusammengesammelt, was er gerne mit Sportlerkollegen unter anderem hier in den News teilt. Dabei unterstützen wir als forever young ihn als Sponsor."
