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Wenn Eisen und Vitamin B12 einfach nicht steigen
Viele Menschen fühlen sich müde, erschöpft und ohne Kraft. Bei einer Blutuntersuchung wird oft ein Mangel an Eisen oder Vitamin B12 festgestellt. Dann folgen Tabletten oder Spritzen, doch die Werte bleiben niedrig und die Müdigkeit verschwindet nicht. Die Ursache liegt häufig nicht in der Ernährung, sondern in einer unbemerkten Infektion mit einem winzigen Bakterium, das sich tief in der Magenschleimhaut versteckt.
Der stille Bewohner im Magen
Das Bakterium heißt Helicobacter pylori. Die meisten Menschen tragen es in sich, ohne es zu wissen. Nur wenige entwickeln Magenschmerzen oder ein Geschwür. Viele spüren gar nichts, während das Bakterium im Hintergrund langsam die Magenschleimhaut verändert. Es entzündet sie und schwächt ihre natürliche Schutzfunktion. Dabei entsteht immer weniger Magensäure. Gleichzeitig bildet das Bakterium Ammoniak, um in dieser Umgebung zu überleben. Der Ammoniak neutralisiert die restliche Säure. Der Magen wird dadurch zu wenig sauer.
Für die Aufnahme von Eisen ist jedoch eine saure Umgebung nötig. Nur so kann Eisen aus der Nahrung gelöst werden. Wenn der Magen nicht mehr ausreichend sauer ist, bleibt das Eisen ungenutzt und gelangt nicht ins Blut. Das Bakterium verschärft das Problem, indem es selbst Eisen verbraucht. Es entzieht es den körpereigenen Eiweißen und nutzt es für den eigenen Stoffwechsel.
Auch die Aufnahme von Vitamin B12 leidet. Die Magenschleimhaut produziert normalerweise ein spezielles Eiweiß, das Vitamin B12 im Dünndarm transportiert. Wird diese Schleimhaut durch die Infektion beschädigt, entsteht zu wenig von diesem Eiweiß. Das Vitamin kann nicht aufgenommen werden, obwohl genug davon in der Nahrung enthalten ist.
Wege zur natürlichen Heilung
In der Schulmedizin wird die Infektion mit mehreren Antibiotika und Magensäureblockern behandelt. Das kann helfen, führt aber oft zu neuen Beschwerden, weil die gesunden Bakterien im Darm darunter leiden. Auf natürlichem Weg lässt sich die Infektion ebenfalls bekämpfen. Eine kohlenhydratarme Ernährung entzieht dem Bakterium die Nährstoffe, die es braucht. Besonders hilfreich sind Gemüsearten wie Brokkoli, Blumenkohl und Grünkohl. Sie enthalten Sulforaphan, einen pflanzlichen Stoff mit antimikrobieller Wirkung. Unterstützend wirken Wermutskraut und Zink, die den Magen beruhigen und die Schleimhaut heilen.
Wenn keine Schmerzen oder Druckgefühle im Oberbauch vorhanden sind, oder diese nachgelassen haben, kann der Magen wieder gestärkt werden. Ein Glas Wasser mit etwas Apfelessig vor jeder Mahlzeit fördert die natürliche Säurebildung. Auch Betain HCL Kapseln können helfen, die Magensäure wieder sauer zu machen. Der tägliche Verzehr von Sauerkraut liefert zusätzlich nützliche Milchsäurebakterien, die das Gleichgewicht im Verdauungssystem wiederherstellen. Schritt für Schritt kann sich so der Magen erholen und der Körper gewinnt seine Energie zurück.
Quelle: Motupalli, S. K., & Oroszi, T. L. (2024). The nexus between Helicobacter pylori infection and anemia—a systematic review. Frontiers in Hematology, 3, 1423494.
Über die Autorin:
"Dr. Kristina Jacoby arbeitet seit 2014 Dr. U. Strunz bei der Erstellung seiner Bücher zu. Besonders fasziniert ist sie von den physiologischen Abläufen im Organismus sowie den Möglichkeiten diese mit Lebensstilveränderungen positiv zu beeinflussen.
Physiologie und Genetik waren ihre Schwerpunkte in ihrem Biologie-Studium, welches sie 2002 abschloss. Von 2004 bis 2010 studierte und promovierte sie an der Deutschen Sporthochschule Köln. Seit 2008 beschäftigt sie sich intensiv mit Meditation und praktiziert täglich.
Das sagt sie selbst zu Ihrer Tätigkeit:
„Jede Krankheit basiert auf Schieflagen im Organismus, die man aufspüren und verändern kann. Davon bin ich überzeugt. Mittlerweile gibt es etliche wissenschaftliche Veröffentlichungen, die das bestätigen. Leider ist das Wissen noch nicht in den Arztpraxen angekommen. Daher möchte ich dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen von diesen Möglichkeiten der Heilung erfahren und in die Lage versetzt werden, sie umzusetzen.“"
