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Sexy Figur, mieser Schlaf?
Wir alle träumen von einer Figur, die alle Muskelgruppen zum Vorschein bringen lässt, oder? Und wir denken, dass wir das auch erreichen sollten, wenn man korrekt isst und dazu noch regelmäßig Sport macht. Einige wenige schaffen das auch recht problemlos, doch ist das wirklich natürlich, darauf hinzuarbeiten?
Der gute Jeff Nippard (professioneller Natural-Bodybuilder, Powerlifter und Trainer aus Kanada) hat dazu ein schönes YouTube-Video gedreht, in dem er Menschen von 50 Prozent Körperfett bis hin zu 5 Prozent Körperfett mittels DEXA-Körperfettscan vermessen und befragt hat, wie sie sich mit ihrem jeweiligen Körper fühlen. Dazu sei vorweg angemerkt, und das sagt auch Jeff Nippard, nicht jeder fühlt sich gleich gut oder gleich schlecht, denn es gibt auch eine genetische Komponente, die es einigen Wenigen erlaubt, deutlich magerer und dabei gesund zu sein. Kommen wir daher mal gleich zu dem spannenden Punkt: Unser normaler Körperfettanteil liegt als Mann nicht im einstelligen Bereich und als Frau eben auch nicht bei unter 20 Prozent. Und was ich bislang nicht wusste, was aber total Sinn ergibt und auch an die schöne News von Justus Mörstedt anknüpft ( https://www.strunz.ch/warum-kalorienbilanz-nicht-reicht-das-wahre-energiekonzept-im-leistungssport.html):
Unser Körper reagiert und arbeitet mittels Hormonen und Fett ist ein endokriner Faktor, im Negativen wie auch im Positiven. Was bedeutet das? Dr. Strunz hat auch häufiger davon geschrieben, dass Fett u. a. Leptin bildet. Ein Hormon, welches unserem Steuermodul, Gehirn genannt, signalisiert, dass wir genug Energie haben und satt sind. Wenn wir zu viel Körperfett mit uns herumtragen (BMI über 25), dann bildet der Körper zu viel Leptin, so dass unsere Leptinrezeptoren resistent werden. Das ist exakt der gleiche Mechanismus wie bei Insulin, wenn wir dauerhaft zu viele Energie, vor allem in Form von Kohlenhydraten, zu uns nehmen.
Das Spannende und Neue für mich war: Wenn wir zu mager werden, dann produziert unser Fett eben nicht mehr genug Leptin. Es tritt somit der genau umgedrehte Effekt ein und exakt das berichten die Teilnehmer von Jeff Nippards Beitrag mit einem extrem niedrigen Körperfettanteil von 5 Prozent beim Mann und 10 Prozent bei einer Frau: Sie sind ständig hungrig und könnten tütenweise „Energie“ essen, machen das aber nicht, weil sie den Körper für einen Wettbewerb so formen. Die im Beitrag vorgestellte Frau mit einem KFA von 10% berichtet zudem auch, dass sie schon lange keine Periode mehr hat. Der Mann mit 9 Prozent KFA berichtet, dass er sehr schlecht schläft und einen niedrigeren Testosteronspiegel hat, was wohl auch eine bekannte Begleiterscheinung ist. Bei beiden steigt Ghrelin, das Hungerhormon, stark an, sprich der Körper schreit: „Bitte finde mehr zu essen. Solange Du das nicht tust, brauchen wir keine Fortpflanzung!“
Was nehmen wir mit?
Die Industrie hat es prima geschafft, in vielen von uns ein vollkommen falsches Bild einer optimalen Figur abzuspeichern, die bei vielen sogar zu extrem negativen Konsequenzen führt. Gerade ein gesunder Schlaf ist ganzheitlich betrachtet enorm wichtig. Und es ist eben auch nicht normal, wenn man den ganzen Tag über Essen nachdenkt bzw. Hunger verspürt. Es sollte eher normal sein, dass man nach dem Essen für viele Stunden gar keinen Hunger mehr verspürt. Und vor allem sollte man sich nicht von der Werbeindustrie zu einem verzerrten Ideal hin verleiten lassen. Der normale Körperfettanteil liegt bei Männern bei ca. 15 Prozent und bei Frauen bei ca. 25 Prozent. Und das ist schon viel schlanker als man denkt.
Über den Autor:
“Robert Krug beschäftigt sich seit 2016 intensiv mit dem Thema Gesundheit und Ernährung im Hinblick auf die Biochemie des Menschen. Seit 2019 veröffentlicht Robert Krug Bücher zu den Themen genetisch korrekte Ernährung und zur ganzheitlichen Betrachtung des Menschen. Doch lassen wir ihn selbst einmal zu Wort kommen, wie er seinen Weg zur Biochemie gefunden hat:
"Ich liebe es, Probleme zu lösen. Das wird mit ein Grund dafür gewesen sein, dass ich 1994 Wirtschaftsinformatik studiert und warum ich leidenschaftlich gern Software programmiert habe.
Mein Weg zur ganzheitlichen Medizin erfolgte aus der Not heraus, da ich in 2016 selbst erkrankte und von der Schulmedizin leider keine Hilfe bekam. So fing ich an, mich Stück für Stück mit meinen Problemen zu beschäftigen und zu lesen, um den Problemen auf den Grund zu gehen. Also das gleiche Vorgehen wie bei der Arbeit. Das war sozusagen der Start für mein inzwischen leidenschaftliches Interesse an der Biochemie und somit der Start meiner Reise."
”
