Manchmal braucht Medizin kein Skalpell, kein Hightech-Gerät und keine neue Leitlinie.

Manchmal reicht eine Umarmung.
Oder eine streichelnde Hand.
Oder – ganz profan – ein liebevoller Partner, der da ist, wenn es weh tut.

Dass enge Beziehungen gesund sind, wissen wir eigentlich schon lange. Verheiratete leben länger, Einsame werden schneller krank, und wer liebevolle Nähe erfährt, scheint dem Leben insgesamt besser gewachsen zu sein. Klingt nach Kalenderweisheit, ist aber eine Tatsache.

Die klinische Psychologin Prof. Dr. Beate Ditzen konnte mit ihrem Team zeigen, dass Liebe tatsächlich unter die Haut geht und die Wundheilung beschleunigt.

Oxytocin, oft als Kuschel- oder Bindungshormon bezeichnet, wird bei Nähe, Berührung und sexueller Aktivität ausgeschüttet. Es senkt Stress, reduziert Cortisol und aktiviert immunologische Reparaturprozesse.
In der Studie erhielten junge Paare kleine standardisierte Hautwunden zugefügt. Ein Teil bekam Oxytocin über ein Nasenspray, ein Teil ein Placebo. Zusätzlich nahmen einige Paare an einer “strukturierten positiven Interaktion” teil – bewusste Wertschätzung und Nähe.

Das Ergebnis war bemerkenswert:
Oxytocin allein zeigte keinen Effekt.
Zärtlichkeit allein zeigte einen kleinen Effekt.
Die Kombination aus Oxytocin und liebevoller Nähe beschleunigte aber die Wundheilung deutlich – um mehr als zehn Prozent.
Paare mit viel Berührung, Nähe und sexueller Aktivität hatten niedrigere Cortisolspiegel. Weniger Stress bedeutete bessere Immunantwort und schnellere Heilung.

Oder einfacher gesagt: Wer geliebt wird, heilt besser.
Wer sich sicher fühlt, regeneriert schneller.

Die Studie zeigt klar: Hormone wirken nur im richtigen Kontext. Nähe, Beziehung und echte Zuwendung sind entscheidend.
Die wichtigste Botschaft für Praxis und Alltag lautet daher: Berührung ist kein Luxus. Zuwendung ist keine Esoterik. Nähe ist wie Medizin.

Vielleicht sollten Ärzte und Therapeuten öfter fragen: Wer hält eigentlich Ihre Hand, wenn es weh tut?


Mein Fazit:
Wir reden viel über Medikamente, Infusionen und Nahrungsergänzung. Alles wichtig. Aber manchmal ist die wirksamste Therapie erstaunlich einfach und völlig nebenwirkungsfrei: Mehr Umarmungen. Mehr liebevolle Berührung. Mehr echtes Miteinander.
Denn manchmal heilt nicht nur die Salbe, sondern der Mensch, der sie aufträgt.


Tipp:
Wer das Zusammenspiel der Hormone und die faszinierende Intelligenz des menschlichen Körpers noch tiefer verstehen möchte, hat dazu vom 30. April bis 3. Mai 2026 im Rahmen des „Forever-Young“-Seminars am Timmendorfer Strand die Gelegenheit. Experten, die das Strunz-Konzept selbst leidenschaftlich leben, zeigen Ihnen, wie Sie Vitalität, innere Ruhe und mentale Kompetenz bis ins hohe Alter erhalten können.

Finden Sie es selbst heraus. https://www.strunz.com/seminare



Quelle:
Intranasal Oxytocin and Physical Intimacy for Dermatological Wound Healing and Neuroendocrine Stress. A Randomized Clinical Trial
Ekaterina Schneider, Cristóbal Hernández, Robert Brock et al
JAMA Psychiatry



Über die Autorin:

"Die Biologin Ursula Bien, Jahrgang 1963, ging nach ihrer Zeit am Institut für Biotechnologie des Forschungszentrums Jülich in die Pharmaindustrie und war zuletzt 15 Jahre lang Geschäftsführerin eines kleinen forschenden Pharmaunternehmens. Ihr Arbeitsschwerpunkt lag dabei immer im Bereich der Hämatologie und Onkologie (Blutkrebs, Stammzelltransplantation, Tumore). Motiviert durch Fragen krebskranker Patienten, begann sie sich mit alternativen und komplementären Therapieverfahren zu beschäftigen. Sie absolvierte eine Zusatzausbildung als Heilpraktikerin und bildete sich über viele Jahre intensiv zu den Themen orthomolekulare Medizin und Ernährungsmedizin weiter. Nicht zuletzt durch den wissenschaftlichen Austausch mit Dr. med. Ulrich Strunz fand sie zum Thema Epigenetik und Bluttuning. Mittlerweile gibt sie die „Strunzsche Philosophie“ in eigener Praxis voller Überzeugung auch an ihre Patienten weiter.
Das sagt sie selbst zu ihrer Tätigkeit:

„So sinnvoll die Schulmedizin in vielen Bereichen auch ist, darf es bei chronischen Erkrankungen nicht das Ziel sein, Symptome zu unterdrücken. Es gilt, die Ursachen einer Erkrankung zu finden und abzustellen. Was durch Ernährungsumstellung, gezielte Zufuhr fehlender Mikronährstoffe und Bewegung erreicht werden kann, ist immer wieder verblüffend. Ich bin Dr. Strunz für das, was ich von ihm lernen durfte unendlich dankbar und freue mich für jeden Menschen, der am eigenen Leibe erfahren darf, dass manche Krankheiten nicht nur Schicksal sind.“


Das Bild zeigt ein Porträt der News-Autorin Dipl. Biol. Ursula Bien.