Es gibt Zeiten im Leben, die man nur in ein “Vorher” und ein “Nachher” einteilen kann.

Für mich ist der 7. Juni 2026 ein solcher Tag.
Es gibt für mich ein Leben VOR dem Tod von Dr. Ulrich Strunz – und ein Leben DANACH.

Natürlich wussten wir alle, dass auch ein Dr. Strunz nicht unsterblich ist.
Und doch war er für viele von uns eine Konstante.
Eine Stimme, die uns über Jahrzehnte begleitet hat.
Eine Stimme, die Mut machte, die antrieb, die aufrüttelte.
Die uns immer wieder daran erinnerte, dass Gesundheit kein Zufall ist.

Seine täglichen News gehörten für viele Menschen zum Morgenkaffee.
Seine Vorträge waren Inspiration, seine Bücher Wegweiser, seine Gedanken oft unbequem – und genau deshalb so wertvoll.

Dr. Strunz hat mein Leben, mein Denken und mein medizinisches Wirken nachhaltig geprägt. Als ich seine Bücher zum ersten Mal las, wurde mir bewusst, dass Gesundheit weit mehr ist als die Behandlung von Krankheiten. Es geht um Bewegung, Ernährung, Mikronährstoffe, Eigenverantwortung und die Bereitschaft, Dinge zu hinterfragen.

Viele seiner Thesen wurden früher belächelt. Manches wurde als exzentrisch oder gar als unwissenschaftlich abgetan.
Doch die Jahre haben gezeigt, dass ein großer Teil seiner Überzeugungen inzwischen wissenschaftlich bestätigt wurde. Themen wie Vitamin D, Omega‑3‑Fettsäuren, Bewegung als Medizin, die Bedeutung von Eiweiß für unseren Körper oder die Rolle von Mikronährstoffen sind heute fester Bestandteil zahlloser wissenschaftlicher Veröffentlichungen.

Dr. Strunz war ein Pionier.
Und vor allem war er Wissenschaftler.
Er war neugierig, offen für neue Erkenntnisse und nie bereit, sich mit dem Status quo zufriedenzugeben. Genau das war seine größte Stärke.

Während ich diese Zeilen schreibe, ist mir klar, dass mein eigener Schmerz über seinen Tod nur ein winziger Bruchteil dessen ist, was seine Familie empfinden muss.

Wenn ICH schon das Gefühl habe, einen wichtigen Menschen verloren zu haben, wie muss es dann seiner Ehefrau und seinen Kindern gehen?

Ich bin selbst seit 47 Jahren mit demselben Mann zusammen.
Der Gedanke, dass er eines Tages nicht mehr an meiner Seite sein könnte, ist kaum auszuhalten. Wer einen Menschen über Jahrzehnte begleitet hat, teilt Erinnerungen, Träume, Sorgen, Erfolge und Niederlagen. Man wächst zusammen. Man wird ein Teil voneinander.

Deshalb gilt mein tiefes Mitgefühl seiner Familie.
Wir können ihnen den Schmerz nicht nehmen.

Aber wir können etwas anderes tun: Wir können sein Vermächtnis bewahren.
Wir können seine Gedanken weitertragen. Wir können Menschen motivieren, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. Wir können die Freude an Bewegung weitergeben, die Bedeutung guter Ernährung erklären und den Mut fördern, neue Wege zu gehen.

Kurz gesagt: Wir können Menschen dazu bringen ein Mitglied der “Strunzianer-Community” zu werden.

Vielleicht ist genau das die schönste Form des Gedenkens.
Denn Menschen sterben erst dann wirklich, wenn niemand mehr von ihnen erzählt.


Danke, Dr. Strunz.


Für Ihre Inspiration.
Für Ihren Mut.
Für Ihre Neugier.
Und für die unzähligen Menschenleben, die Sie berührt und verändert haben.